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Prüfungen

Jetzt ist es bald wieder so weit, die angehenden Rechtsfachwirte, die Auszubildenden, die zukünftigen Notarfachwirten, alle haben eins gemeinsam:

Sie müssen und wollen eine Prüfung bestehen.

Das ist einer der großen Vorteile, des Älterwerdens, die Zeit der berufsbezogenen Prüfungen ist meist vorbei, wenn jetzt noch Prüfungen zu bewältigen sind, dann Prüfungen persönlicher Natur. Die sind aber auch nicht angenehm.

Eigentlich muss niemand Angst vor einer Prüfung haben, der sich konsequent und zielstrebig vorbereitet hat, aber wann ist man das?

Zunächst gilt es in Erfahrung zu bringen, was in Vorjahren in den Prüfungen von den Teilnehmern abverlangt wurde. Daraus gewinnt man ein Spektrum dessen, was man unbedingt lernen sollte. Eine Garantie ist das natürlich nicht. Überraschend wechselt ein Prüfer und der Nachfolger prüft ein Randgebiet, von dem man im Traum nicht dachte, dass es prüfungsrelevant sein könnte und schon sitzt man in der Prüfung und bebt.

Aber eines gilt doch immer: Die Lösung aller unserer Prüfungsthemen ergibt sich aus dem Gesetz!

Wenn also beispielsweise eine Frage gestellt wird, deren Antwort man nicht von der „Festplatte = Gehirn“ abrufen kann, dann muss man sich die Lösung in der zu Verfügung stehenden Zeit mit den zugelassenen Hilfsmitteln erarbeiten. So ein Schönfelder kann da Wunder wirken, man darf sich nur nicht zu fein sein, auch hinten im Verzeichnis nach der passenden Norm zu suchen.

Aber generell gilt für alle Prüfungen:

Machen Sie es sich zur schriftlichen Prüfung so angenehm wie möglich (bequeme Kleidung, ausreichend Getränke (am Besten Saft mit viel stillem Wasser verdünnt), Traubenzucker, Kopfschmerztabletten (wenn Sie diese dabei haben, dann bekommen Sie keine Kopfschmerzen), leichte und gut essbare Nahrungsmittel, funktionierende Stifte, Textmarker, einen Taschenrechner (wenn erlaubt), ein Lineal, die richtigen Gesetz (wenn erlaubt) und eine gehörige Portion Selbstvertrauen.

Bei der mündlichen Prüfung denken Sie bitte daran, dass das Auge mitprüft. Selbstverständlich sind Prüfer auch nur Menschen und ordentliche, dem Anlass entsprechende Kleidung, schadet nie. Kleiden Sie sich so, als wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen sind, auch da würden Sie nicht in legerer Freizeitkleidung erscheinen.

Und eine Kleinigkeit noch: Denken Sie immer daran, so viele vor Ihnen haben sich dieser Prüfung unterzogen und diese bestanden, warum sollte es bei Ihnen also anders sein.

Allen, die im Prüfungsstress sind: Vergessen Sie das Leben nicht, der Kopf und der Körper brauchen Auszeiten, sonst geht irgendwann nichts mehr ins Hirn herein.

Ich wünsche allen viel Glück und viel Erfolg und nach bestandener Prüfung:

Auf zu neuen Ufern! Es gibt viel zu lernen, bleiben Sie dran.

 

Ihre G. Baumgärtel

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