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Im Fokus: Was ist Controlling?

12.01.2010
Immer öfter fällt bei Betrachtung des Finanz- und Firmenmarktes das Stichwort „Controlling“. Was verbirgt sich hinter diesem Begriff und was sind die Kernaufgaben des Controllings?
Frei übersetzen lässt sich Controlling zunächst einmal mit „Steuerung“ oder „Regelung“ und dient der Analyse von Firmendaten zur Entscheidungsfindung durch die Firmenführung. Man vergleicht einen sog. „Controller“ oftmals mit dem Steuermann eines Schiffes, der Empfehlungen zu der einzuschlagenden Route und dem Gewässer abgibt. Die Befolgung dieser Empfehlungen obliegt allerdings der Führung.
Man unterscheidet zunächst zwischen operativem und strategischem Controlling. Operatives Controlling befasst sich mit der Zielbildung, Liquidität, Gewinn und Stabilität eines Unternehmens. Unter strategischem Controlling wird das Entwerfen, Durchsetzen, Überwachen und Kontrolle von Strategien verstanden, z. B. zukunftsweisende Erfolgsstrategien, die Betrachtung der Marktanteile eines Unternehmens, Fusionierung etc. Die Firmenführung erfährt durch das Controlling eine Unterstützung bei der Planung, Steuerung, Kontrolle und Systemgestaltung.
Zu den Hauptaufgaben des Controllings gehören:
1. Planung und Budgetierung
Der Controller ist am Zielbildungsprozess eines Unternehmens beteiligt und zwar in der Gestalt, dass alle Maßnahmen dazu dienen, die Führungsbereiche in Bereichen der Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung und Information zu unterstützen, sodass die Unternehmensziele optimal erreicht werden. In der Praxis sieht es so aus, dass Controller sich mit Ausgestaltung und Plankoordination von Haushalts-, Investitions-, Gewinn-, Finanzierungs- und Absatzplänen befassen sowie deren Dokumentation.
2. Berichterstattung
Der Controller organisiert bereichsübergreifend das Berichtwesen, das der Führung als Informationssystem und als Kontrollgrundlage dient. Unter dem Berichtswesen versteht man die betriebswirtschaftliche Ausarbeitung von Zielgrößen wie Gewinn, Rentabilität, Vergleich von Ist- und Soll-Werten, Abweichungsanalyse.
3. Beratung
Auch hat der Controller durch die Auswertung von Daten, Fakten und Zahlen sowie deren Ökonomie eine beratende Funktion. Dadurch, dass er alle betrieblichen Entscheidungsträger ausgiebig und umfassend über betriebliche Geschäftsvorfälle informiert, kann er auch Prognosen abgeben und abschätzen, ob das Betriebsziel erreicht wird oder nicht.
4. Steuerung
Mit Steuerung ist die Überwachung der Ist-Werte mit den Soll-Werten gemeint. Ferner gehören zu ihr die Dokumentation der Betriebsverläufe sowie die Betriebsstatistik anhand von Zahlen und Daten. Darüber hinaus gehören zum Bereich Steuerung Prognosen und Hochrechnungen, die z. B. zu erwartende Gewinne zum Jahresende aufzeigen. Der Controller trägt somit dazu bei, dass der Weg des Unternehmens zu seinem Unternehmensziel eingehalten wird oder aber Korrekturen vorgenommen werden können.
5. Steuern und Berichterstattung an staatliche Stellen
Auch das Fertigen von Steuererklärungen, die Bearbeitung von Steuerangelegenheiten und Abgabe von Berichten an staatlichen Stellen obliegt in aller Regel der Controlling-Abteilung eines Unternehmens.
6. Volkswirtschaftliche Untersuchungen
Gleiches gilt für Untersuchungen wirtschaftlicher und sozialer Aspekte im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf das Unternehmen.
7. EDV
Auch der Bereich der EDV zur Erfassung aller Daten obliegt oftmals der Controlling-Abteilung, da Controller auf Datenbanken, Kennzahlensysteme usw. angewiesen sind.
8. Weblinks
Oberhausen, 10.01.2010
Martina Ortz Anwalts- und Büroservice
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