Startseite » Im Fokus » 2010 » Im Fokus: Stressbewältigung
Im Fokus: Stressbewältigung

28.04.2010
Stress kann einen überall „überfallen“: Im Büro, in der Beziehung, in der Familie, im zwischenmenschlichen Bereich, sogar beim Sport. Wie bewältigt man Stress? Hier einige Tipps, Kniffe und Techniken, um mit Stress im Büro besser klar zu kommen.
Stress meiden oder beseitigen?
Wenn man Stress meiden will, will man in aller Regel die Stressursache meiden. Damit ist diese aber nicht aus der Welt, allenfalls handelt es sich um eine „Erste Hilfe-Maßnahme“, die aber kurzfristig nicht immer die schlechteste Lösung ist. Erst einmal verschafft man sich dadurch mehr Freiraum. Beseitigt man allerdings die Stressursache, so sind auch die Folgeerscheinungen dieser Stressursache fort.
Arbeitsplatzorganisation
Sehen Sie sich Ihren Arbeitsplatz einmal genauer an. Befindet er sich vielleicht zwischen Geldkassette und Telefax? Wenn dies so ist, werden Sie bemerken, dass Sie beim Arbeiten häufiger gestört werden als Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz isoliert ist. Dies liegt daran, dass dort kein zentrales Arbeitsgerät/Arbeitsmittel vorhanden ist.
Worauf blicken Sie? Blicken Sie vielleicht permanent auf eine weiße Wand? Überprüfen Sie, ob sich Ihr Arbeitsplatz nicht optimieren lassen kann durch kleine Umbauten, so dass Sie störungsfrei arbeiten können.
Die richtige Atmung
Um sich unter Stress zu beruhigen, ist es wichtig, richtig zu atmen. Die richtige Atmung, um zur Ruhe zu kommen, ist die so genannte Bauchatmung. Setzen Sie sich dabei bequem auf einen Stuhl und fangen Sie an, nicht flach über die Brust, sondern tief über den Bauch zu atmen. Wenn Sie richtig atmen, wird sich Ihr Bauch etwas nach vorne wölben und geht beim Ausatmen wieder zurück in die Ursprungshaltung. Diese Technik können Sie immer und überall anwenden – auch im Stehen oder in der U-Bahn, in Aufzügen etc. (z. B. bei Platzangst).
Übungen bei Stress
Manchmal kommt es vor, dass es in einer Kanzlei Streit gibt. Oftmals fühlt man dann körperliche Reaktionen wie zittrige Knie, Zittern (Tremor) im Gesäßbereich, Zittern in den Händen. Gleiche Anzeichen von Stress hat man auch bei Aufregung vor einem Ereignis, z. B. vor einer Präsentation. Spannen Sie in solchen Momenten die Gliedmaßen, die stark zittern, kraftvoll an und entspannen Sie diese dann abrupt. Wiederholen Sie diese Übung ein paar Mal. Sie werden eine Beruhigung feststellen. Fühlen Sie Ihre eigene Stärke, in dem Sie z.B. Ihre Hände zu kräftigen Fäusten ballen oder mit den Füßen fest auf den Boden auftreten.
Die richtigen Gefühle
Manchmal hat man das Gefühl, keiner mag einen und keiner versteht einen. Wenn Sie keiner lobt, keiner gerade mag, versteht usw., loben Sie sich selbst für alles, was Sie leisten. Lernen Sie laut „Nein!“ zu sich selber zu sagen, wenn Ihr „innerer Schweinehund“ Ihnen sagt, dass Sie nicht gut sind.
Seine Bedürfnisse erkennen
Lernen Sie, Ihre Bedürfnisse zu erkennen. Oftmals denken Sie, Sie haben Stress, und haben gar keinen, sondern Sie haben nur ein Bedürfnis wie Hunger, Durst, Übermüdung etc.. Sehr hilfreich ist hier die Bedürfnispyramide nach Maslow:
Selbstverwirklichung
(Entfaltung der eigenen Persönlichkeit)
Wertschätzungsbedürfnis
(Anerkennung, Aufmerksamkeit durch andere und Selbstvertrauen, Selbständigkeit, Wissen durch sich selbst)
Zugehörigkeitsbedürfnisse
(Platz in einer Gruppe, Kontakte zu Leuten)
Sicherheitsbedürfnis
(Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, Schutz vor Krankheit etc.)
Körperliche Bedürfnisse
(Bedürfnisse zur Selbsterhaltung wie Hunger, Durst, Ruhe, Bewegung, Sexualität)
Die Maslowsche Bedürfnishierarchie des Menschen beinhaltet alle Bedürfnisse, die Menschen haben, angefangen von den Grundbedürfnissen bis hin zur Persönlichkeitsentfaltung. Versuchen Sie, diese Bedürfnisse zu befriedigen.
Zeitmanagement
Keine Aufschieberitis!
Schieben Sie nichts auf die lange Bank. Auch wenn Sie sich bei einem schwierigen und missmutigen Mandanten zurückmelden müssen – rufen Sie ihn so schnell wie möglich an. Erledigen Sie die Aufgaben, auch wenn Sie auf sie keine Lust haben.
Keine Aktenstapel!
Wenn es sich nur um reine Abheftarbeiten handelt, also Unterlagen, die in Akten einsortiert werden sollen, fangen Sie nie (!) an zu horten. Nach einiger Zeit, werden Sie kein Herr mehr über Ihren „Ablage-Stapel“. Ferner werden Sie bald auch keine Dokumente mehr auf die Schnelle finden. (Siehe hierzu auch die Artikel zur Büroorganisation und zur systematischen Aktenablage.
Sport als Ausgleich
Stress macht auf Dauer nervös, aggressiv, müde und krank. Treiben Sie in Ihrer Freizeit ausreichend Sport als Ausgleich zum Beruf. Vor allem Ausdauersportarten bringen Ihnen Glücksgefühle. Sie fühlen sich besser, sehen besser aus und sind glücklicher. Welche Sportart sich für Sie eignet, können Sie hier nachlesen. Anregungen zum Thema "Fit am Arbeitsplatz" finden Sie hier.
Martina Ortz
Anwalts- und Büroservice
zum Archiv »