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Im Fokus: Schlüsselqualifikationen

17.11.2009
Spätestens nach der Ausbildung und den ersten Berufsjahren stellt sich die Frage nach Fortbildung und manchmal auch nach persönlicher Weiterentwicklung. In einigen Berufssparten ist es einfach. Hier gibt es den Lehrling, den Gesellen und den Meister und damit basta. Und bei Rechtsanwaltsfachangestellten? Den Fachwirt, den Bachelor oder den Master of Law? Studium oder Fortbildungen?
I) Wo will ich eigentlich hin?
Die ersten Fragen, die man sich stellen sollte, sind:
- Wo will ich hin und welches Ziel habe ich?
- Wie komme ich dorthin?
- Wo will ich arbeiten?
- Welche Qualifikationen brauche ich dafür?
In Wirtschaftsstandorten wie Düsseldorf oder Frankfurt findet man häufig andere Anforderungen als in kleinen Städten oder Gemeinden. Hier wird oftmals vorausgesetzt, z. B. die englische Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen. Die gleiche Anforderung findet man – man beachte die Globalisierung – auch in größeren Unternehmen jeder Stadt.
II) Fortbildungen und Schlüsselqualifikationen
Fortbildung erfordert für Renos schon allein die sich ändernde Rechtsprechung. Häufig empfiehlt es sich auch, kleinere Seminare oder Workshops zu besuchen wie Telefontraining und Arbeitsplatzorganisation. Wirtschaftsenglisch, Bilanzbuchhaltung, Fachwirtlehrgänge – um nur einige zu nennen – lassen sich natürlich nicht so einfach lernen, bringen aber deutliche Vorteile in der Arbeitswelt. Mittlerweile reichen die Angebote hier vom klassischen Kurssystem über Modullehrgänge bis hin zu e-learning, das freie Zeiteinteilung zulässt.
Kommen wir zu den Schlüsselqualifikationen. Was bedeutet das jetzt wieder für einen Karrierewilligen?
Schlüsselqualifikationen sind neben den berufspezifischen Anforderungen wie Sprachen, Beherrschung bestimmter Softwareprogramme, gutes Auftreten, systematische Arbeitsweise, selbstständige Texterstellung überfachliche Qualifikationen, die kein gezieltes Fachwissen darstellen, aber den kompetenten Umgang mit Fachwissen ermöglichen. Diese Qualifikationen können beinhalten:
- Rhetorik,
- Mitarbeiter- und Gruppenführung,
- Handlungs-, Medien- und Sozialkompetenz,
- Qualitätsmanagement,
also „erwerbbare allgemeine Fähigkeiten, Einstellungen und Strategien, die bei der Lösung von Problemen und beim Erwerb neuer Kompetenzen in möglichst vielen Inhaltsbereichen von Nutzen sind“, wie es einst die Bildungskommission NRW definierte.
III) Genügt reines Fachwissen nicht mehr?
Kommen wir zurück zu der eingangs gestellten Frage: Wo will ich hin? Diese ist maßgebend für die Richtung und das Ziel. Fachwissen bleibt natürlich das A und O. Ohne Fachwissen keine Ideen und keine Ergebnisse. Aber…
…wären Sie auch ad hoc in der Lage, eine Präsentation vorzuführen, Mitarbeiter zu führen, sich in einem Gespräch richtig gut zu verkaufen oder Ihre Körpersprache einzusetzen? Was ist, wenn Sie auf einmal nicht mehr mit Mandanten zu tun haben, sondern mit anderen Zielgruppen wie Medien, Verbänden, Organisationen? Wie müssen Sie sich und Ihr Fachwissen dort einbringen, um diese Leute zu erreichen?
Die Seminarangebote reichen hier von:
- Öffentlichkeitsarbeit,
- Motivation,
- Präsentation,
- Planungsstrategien,
- Controlling
bis hin zu den sogenannten Social Skills
- wie Konfliktmanagement,
- Führungskompetenz,
- Mediation etc.
Auch hier gibt es die Möglichkeiten der staatlichen Förderung oder Bildungsurlaub.
Und eins ist sicher: In Deutschland zählt immer noch der Schein (sprich die Fortbildungsbescheinigung).
IV) Links
www.daa-bw.de (Deutsche Angestellten Akademie)
Martina Ortz
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